Ludwig Bock
*1886
Zügelschüler

Thieme-Becker
Vollmer 1
regelmässig im Glaspalast 1919, 1921, 1922 "Pferde am See", 1923, 1924,1925, 1926, 1927

Landschaft unter Wolken
u.r. sign. dat. 1911 45x50 cm

Für die Zeit sehr moderne freie Auffassung der Darstellung.


Rückseitig bezeichnet "Ludwig Bock", im Originalramen, der farblich entsprechend ist, mit altem Klebeetikett
"Kunstpalast Düsseldorf 259".

"Picknick im Park", Öl auf Leinwand

Monogrammiert, datiert (19)15 u.l.

rückseitig auf Keilrahmen "(1915)" datiert

48x41 cm.

"Gehöft mit Bächlein und Wald"

Signiert, datiert (19)17 rückseitig Nachlaßstempel
Öl 18x24 cm

"Strauß aus dem Bauerngarten" Öl auf Leinwand

signiert datiert (19)20 u.l.

55 x 44,5 cm

"Stilleben mit Torte"

Öl auf Faserplatte, Signiert, datiert (19)37 u.l.

37 x 52 cm

Stilleben mit Pfingstrosen

Öl auf Faserplatte 37 x 37 cm

rückseitig begonnene Portraitskizze

bezeichnet: Prof. Ludwig Bock, Nachlaß

 

"Heustadel"

Öl auf Holzplatte, rückseitiger Nachlaßstempel

31,5 x 41 cm

   

 "Wintermärchen" sign mit Monogramm und datiert (19)18

Aquarell mit Deckweiss, etwa 9x13 cm

  Beidseitig bemaltes Blatt mit Studien, Nachlaßstempel

Bock Ludwig (August Otto)
* 17. Oktober 1886 München
+ 14. August 1971 München
Ludwig Bock war Landschafts-, Blumen, Stilleben- und Aktmaler.
Als Sohn eines Arztes, den auch Franz von Defregger aufsuchte,
wurde er auf dessen Anraten der künstlerischen Ausbildung zuge-
führt. Seine Studien begann er an der Münchner Akademie bei Hein-
rich Knirr. Er wechselte dann zu Bernhard Buttersack in Haimhau-
sen über, bei dem er sich in den Sommermonaten in der Landschafts-
malerei einweisen ließ, um schließlich mit Heinrich v. Zügel als
Meisterschüler in den Sommermonaten nach Wörth am Rhein zu
reisen und sich der Tiermalerei zu widmen. 1908 stellte er in Mün-
chen erstmals im Rahmen der Sezession, 1910 in der Modernen
Galerie Heinrich Tannhauser aus. 1913 ging er nach Paris, was nicht
ohne Einfluß auf seine Malweise blieb. Er löste sich unter dem Ein-
druck der französischen modernen Farbigkeit ganz wesentlich vom
Stil der Zügelschule.
In nicht wenigen Stilleben (z.B. "Obstplatte", Glaspalast 1927) ist
der Einfluß von Matisse, aber auch etwas von den perspektivischen
Anschauungen Cezannes spürbar. Ein Jahrzehnt später, und bis in
die fünziger Jahre, verschwinden die Landschaften aus seinem Schaf-
fen beinahe ganz. Bock widmet sich nun fast nur dem Stilleben, wobei
er sich wieder älterer Auffassungen erinnert und sich mit einer Mal-
weise auseinandersetzt, wie sie Carl Schuch vorbereitet. Bock stell-
te regelmäßig im Glaspalast aus. B. erhielt mehrere Auszeichnun-
gen: 1929 den Rom - Preis für die Villa Massimo und 1952 den
Kunstpreis der Stadt München. Der Künstler war mit der Malerin
Hansi Bock verheiratet, die eine Schülerin Julius Seylers war.