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Seyler, Julius
23.2.1875
(Zügelschüler)

Bruckmanns Lexikon Münchner Malerei 359 - 362
Dachauer Maler S. 8 rechts "1900"
Glaspalast 1913 170, 1921 11, 1922 128, 1923 82, 1925 80, 69, 1926 68, 62, 63!!, 1927 25, 21, 1929 16
Thieme - Becker
Vollmer 1

"Julius Seyler, Birefe und Bilder" Diem 1928
"Julius Seyler" Kunstbücher des Volkes 1940
"Julius Seyler, Impressionen aus zwei Kontinenten" Siegfried Wichmann
"Artistic Abstraction, a shimmer of colored light, Julius Seyler" Katalog des C. M. Russel Museum complex, Montana vom 9. Nov. - 26 Dez. 1987
"Julius Seyler, ein Münchner Impressionist" Sammlg. S. Reisch , Kitzbühel
"Julius Seyler, neu aufgefundene Werke" Wichmann
"Julius Seyler" Katalog der Galerie Schüller, München


 
Hütebub mit Rindern an der Furt

Sign. u. li. Öl Holz

frühes Gemälde aus der Anfangszeit Seylers bei Zügel

um 1900, zeigt die Furt in Wörth.

rückseitig Lofoten

 

Bauer mit Kuh 1905


Öl Leinwand 70,2 x 101 cm sign. u.r. sowie rückseitig nochmals o.l. signiert J. Seyler 1905 und auf dem Keilrahmen bezeichnet: W. J. Seyler, Nr. 3

Farbige Abbildung S. 96 Sigfried Wichmann
SW Abbildung S. 9 "Julius Seyler" Konrad Lemmer, Rembrandtverlag Reihe "Kunstbücher des Volkes" 1940 (dort betitelt: "Kurze Rast bei Wörth am Rhein, 1906")

Sehr bedeutendes Frühwerk Seylers unter noch deutlichem Einfluß Zügels. Alleine die großflächige, fast formatfüllende Wiedergabe des Tierkörpers setzt sich bereits von Zügel ab. Man beachte in diesem Zusammenhang das Format des Gemäldes.

 

Hütebub mit 2 Kälbern, ca. 1907,

mit 2 Signaturen (u.l. die ältere, u.r. eine neuere). Malweise und Pinselduktus sind noch stark von Zügel beeinflusst, aber das Kolorit ist bereits typisch für Seylers spätere Farbwahl

Öl Lw. 33 x 49 cm

 

Seltenes Bild, das die Mainlandschaft bei Erlenbach (zwischen Aschaffenburg und Miltenberg) darstellt. Sign., dat. (19)08 u.r.

Öl Lw. 27 x 50 cm

 

Ochsengespann bei Diessen

Öl Karton ca. 1911, ca.70 x 90 cm

  Visitenkarten von Julius Seyler und seiner Frau Helga, die lt. Karton, dem sie entnommen sind, in Amerika gedruckt wurden.

Seyler Julius
* 3. Mai 1873 München
+ 22./23. November 1955 München
Nach Beendigung seiner Gymnasialzeit 1891 trat der Künstler 1892
in die Münchner Akademie als Schüler von Wilhelm v. Diez ein,
wechselte dann zur Privatschule von Ludwig Schmidt-Reutte über
und ging 1894 wieder zu Wilhelm von Diez zurück. Nebenbei war er
begeisterter Eisschnelläufer, der 1896 und 1897 sogar Europamei-
ster wurde. 1900 wurde er Schüler von Ludwig von Herterich und
arbeitete darauf von 1901 bis 1905 bei Heinrich von Zügel.
Von 1913 bis 1921 hielt er sich in Nordamerika auf, zeitweise als
Farmer in Wisconsin. 1924 erhielt er von der Münchner Akademie
den Professorentitel. Von 1930 bis 1935 war er häufig auf Sylt, wo
viele Strandbilder mit Badenden entstanden.
Seyler ist ein Maler, der durch die Münchner Impressionisten wie
Zügel gleichermaßen beeinflußt wurde wie durch die Belgier und
Franzosen (Mauve, Maris, van Gogh, Cezanne).
Er begann mit breitflächig und pastosen Kompositionen, wie sie von
Zügel bekannt sind, und gelangte im zweiten Jahrzehnt des 20.
Jahrhunderts zu einer bewegt leichten Pinselschrift, die bisweilen
kalligraphischen Charakter annimmt. In manchen Arbeiten gewinnt
sein malerischer Vortrag einen stenogrammartigen Duktus. Eines
seiner Hauptthemen waren die Krevettenfischer in der Bretagne, er
hat aber auch die Indianer Nordamerikas und viele Blumenstille-
ben gemalt und sich weiterhin mit dem Thema "Adam und Eva" in
vielen Variationen beschäftigt.